Markt & Preise

Immobilien an der Costa del Sol 2026: Marktlage, Preise und Perspektiven

Die Costa del Sol zählt seit Jahren zu den gefragtesten Immobilienregionen Europas. Für deutschsprachige Käufer, die ein Feriendomizil, eine Zweitwohnung oder eine Kapitalanlage suchen, steht die andalusische Küste ganz oben auf der Liste.

Immobilien Costa del Sol 2026 – Panoramablick auf die Küstenlinie

Der Markt entwickelt sich dabei deutlich dynamischer als in vergleichbaren Regionen Südeuropas. Im Jahr 2026 verzeichnet Spanien erneut steigende Nachfrage und stabile Preisentwicklungen, wobei die Costa del Sol den nationalen Durchschnitt klar übertrifft. Dieser Überblick fasst zusammen, was den Markt aktuell antreibt, welche Lagen besonders gefragt sind und welche Entwicklungen Käufer und Investoren in den kommenden Monaten erwarten können.

Warum die Costa del Sol den spanischen Markt aussticht

Der spanische Immobilienmarkt insgesamt befindet sich in einer Phase solider Konsolidierung. Laut CaixaBank Research wird für 2026 ein landesweiter Preisanstieg von rund 5,7 Prozent erwartet, nach einem starken Jahr 2025 mit rund neun Prozent Wachstum. An der Costa del Sol liegen die Prognosen höher: Analysten rechnen je nach Lage und Immobilientyp mit einer Wertsteigerung zwischen fünf und neun Prozent. In Premiumlagen wie der Goldenen Meile in Marbella oder in Sotogrande können es im Luxussegment bis zu zehn Prozent sein.

Drei strukturelle Faktoren erklären diesen Vorsprung. Erstens bleibt das Angebot knapp: Baugenehmigungen benötigen in Spanien zwischen 15 und 24 Monate Bearbeitungszeit, was neues Angebot systematisch verlangsamt. Zweitens ist die internationale Nachfrage robust. Im ersten Halbjahr 2025 entfielen in der Provinz Málaga 42,9 Prozent aller Immobilienkäufe auf ausländische Käufer, ein Wert, der selbst die Balearen übertrifft. Drittens profitiert die Region von einem breiten Käuferspektrum: Ferienimmobilienkäufern aus Nordeuropa, Familien, die dauerhaft auswandern, sowie Investoren, die auf Mietrenditen setzen.

Andalusien führte 2025 den nationalen Vergleich bei den Preissteigerungen an, mit einem jährlichen Plus von 13,4 Prozent. Dieser Wert schließt alle Segmente ein, von einfachen Bestandsimmobilien bis hin zu Neubauprojekten an der Küstenfront.

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Neubauprojekte an der Costa del Sol verbinden modernen Wohnkomfort mit direktem Meerblick.

Aktuelle Preise und Kennzahlen im Überblick

Wer heute an der Costa del Sol kauft, bewegt sich je nach Lage in sehr unterschiedlichen Preisspannen. In Marbella liegt der durchschnittliche Quadratmeterpreis laut Idealista bei rund 5.200 Euro (Stand: August 2025). In aufstrebenden Lagen wie Estepona oder dem östlichen Küstensaum sind Bestandsimmobilien teils deutlich günstiger zu finden, bei gleichzeitig guten Wertsteigerungsaussichten. Eine ausführliche Aufschlüsselung nach Gemeinde bietet unsere Übersicht der Immobilienpreise an der Costa del Sol 2026.

Neubauprojekte haben 2025 noch einmal stärker angezogen als der Bestandsmarkt. Der Preisindex für neue Wohnungen stieg laut INE im vierten Quartal 2024 um 12,3 Prozent, während Bestandsimmobilien um 11,1 Prozent zulegen konnten. Käufer, die frühzeitig in Off-Plan-Projekte einsteigen, profitieren von Reservierungspreisen, die spätere Marktwerte teils deutlich unterschreiten. Eine Auswahl solcher Projekte stellen wir laufend redaktionell vor, von Benahavís über Marbella Ost bis Casares Costa: aktuelle Immobilienprojekte an der Costa del Sol.

Für Investoren mit Vermietungsinteresse bleiben die Mietrenditen an der Costa del Sol attraktiv. In Küstenlagen werden im Schnitt sieben bis zehn Prozent Bruttorendite erzielt, gestützt durch einen anhaltend starken Tourismusstrom und das strukturelle Wohnungsdefizit in Spanien, das Schätzungen zufolge rund 600.000 Einheiten umfasst.

Welche Lagen besonders gefragt sind

Marbella bleibt das Prestige- und Liquiditätszentrum der Costa del Sol. Die Nachfrage nach markenbezogenen Residenzen, also Projekten unter dem Dach internationaler Hotelgruppen wie Four Seasons oder Six Senses, nimmt spürbar zu. Solche Immobilien erzielen gegenüber vergleichbaren Objekten einen Aufpreis von 20 bis 40 Prozent, ziehen aber ein sehr solventes, internationales Käuferpublikum an.

Estepona hat sich in den vergangenen Jahren als ernsthafte Alternative positioniert. Moderne Strandprojekte, eine durchgängige Stadtverschönerungsstrategie und ein im Vergleich zu Marbella günstigeres Preisniveau ziehen zunehmend Käufer aus Großbritannien, Skandinavien und dem Nahen Osten an. Sotogrande erlebt eine wiedererwachte Nachfrage nach Luxusvillen und Hafenimmobilien, insbesondere aus dem angelsächsischen Raum.

Für Käufer, die einen längeren Zeithorizont mitbringen und Wert auf Preis-Leistungs-Verhältnis legen, gewinnt die östliche Costa del Sol, also Axarquía und die Bereiche östlich von Málaga, an Bedeutung. Hier sind die Preise noch moderater, die Infrastruktur wird kontinuierlich ausgebaut, und der Flughafen Málaga liegt in akzeptabler Fahrzeit. Wer beim Preis-Leistungs-Verhältnis noch weiter gehen und auch andere spanische Küsten prüfen möchte, findet die Gegenüberstellung in unserem Vergleich Costa del Sol oder Costa Blanca.

Ein eigenes Segment sind Golf-Immobilien an der Costa del Sol — Top-Lagen von Nueva Andalucía bis Benalmadena.

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Puerto Banús in Marbella: Eines der begehrtesten Pflaster für Luxusimmobilien an der gesamten Mittelmeerküste.

Was Käufer und Investoren jetzt beachten sollten

Die Marktlage 2026 lässt sich mit einem Begriff zusammenfassen: Normalisierung mit Stabilität. Zweistellige Jahreszuwächse, wie sie 2024 und frühe 2025 zu beobachten waren, werden sich nicht im selben Tempo fortsetzen. Das bedeutet aber nicht, dass der Markt an Attraktivität verliert. Im Gegenteil: Wer auf einen großen Preisrückgang wartet, geht gegen den strukturellen Trend. Das Angebotsdefizit ist real, die internationale Nachfrage stabil und der sinkende Euribor wird 2026 die lokale Kaufkraft zusätzlich stützen.

Für Nicht-Residente gilt besondere Sorgfalt bei der Finanzierung: Spanische Banken vergeben in der Regel maximal 60 bis 70 Prozent des Kaufpreises als Hypothek. Hinzu kommen Kaufnebenkosten von zehn bis 15 Prozent, die oft unterschätzt werden. Dazu zählen Grunderwerbsteuer oder Mehrwertsteuer bei Neubau, Notarkosten, Grundbucheintrag und Anwaltshonorar.

Wechselkursschwankungen sind ein weiterer Faktor, den Käufer außerhalb der Eurozone einkalkulieren sollten. Selbst kleine Kursveränderungen können bei einem Kaufpreis von mehreren hunderttausend Euro spürbare Auswirkungen auf die Gesamtkosten haben. Eine frühzeitige Absicherung über spezialisierte Währungsdienstleister kann hier sinnvoll sein.

Die größte Hürde liegt allerdings selten in der Rechnung. „Das größte Hindernis ist aus meiner Erfahrung häufig nicht die Finanzierung, sondern die Unsicherheit, die mit einem Immobilienkauf in einem anderen Land verbunden ist", sagt Leon Müller. Finanzierung und rechtliche Begleitung ließen sich mit deutschsprachigen Spezialisten professionell abbilden; was bleibe, sei die Distanz zu einem Markt, den man erst seit wenigen Monaten beobachtet. Der Schluss daraus ist unbequem, aber nützlich: Die Zeit, sich den Markt anzusehen, ist kein verlorener Monat — sie ist der Teil des Kaufprozesses, den man am schwersten nachholen kann.

Preise nach Gemeinde: warum der Durchschnitt wenig aussagt

Wer über „den Preis" an der Costa del Sol spricht, redet meist aneinander vorbei. Die Provinz Málaga lag im ersten Quartal 2026 laut Idealista bei durchschnittlich 2.988 Euro pro Quadratmeter — ein Plus von 14,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr und damit der teuerste Wert in ganz Andalusien. Innerhalb Spaniens rangiert die Provinz nur hinter Madrid, den Balearen, Guipúzcoa und Barcelona.

Dieser Durchschnitt umfasst allerdings alles: die Bergdörfer im Hinterland ebenso wie die Strandpromenade von Marbella. In der Stadt Málaga selbst wurde im März 2026 mit rund 3.667 Euro pro Quadratmeter ein historischer Höchststand erreicht. In den Premiumlagen von Marbella liegt das Niveau nochmals deutlich darüber. Zwischen einem Apartment in der Axarquía und einer Villa an der Goldenen Meile liegt leicht der Faktor vier.

Für die Kaufentscheidung heißt das: Der Provinzdurchschnitt taugt zur Einordnung des Trends, nicht zur Budgetplanung. Wer konkret rechnen möchte, findet die Aufschlüsselung nach Gemeinde in unserer Übersicht der Immobilienpreise an der Costa del Sol 2026. Detailanalysen zu den wichtigsten Standorten stehen in den Beiträgen zu Marbella, Estepona und Málaga Stadt.

Wer an der Costa del Sol kauft

Die Region lebt vom internationalen Käufer, und das in einem Ausmaß, das im spanischen Vergleich einmalig ist. Bis März 2026 gingen laut Idealista 34,3 Prozent aller Immobilienkäufe in der Provinz Málaga auf ausländische Käufer zurück — in der ersten Jahreshälfte 2025 lag der Anteil sogar bei 42,9 Prozent. Der Wert schwankt je nach Zeitraum und Erhebung, bleibt aber durchgehend der höchste aller spanischen Provinzen. Zum Vergleich: Landesweit lag der Ausländeranteil 2025 bei 13,8 Prozent, das entspricht rund 97.300 Kaufverträgen.

Mehr als die Hälfte dieser ausländischen Käufer stammt aus der EU; rechnet man weitere europäische Länder hinzu, sind es über 60 Prozent. Briten stellen landesweit weiterhin die größte Einzelgruppe, dicht gefolgt von Niederländern, Deutschen, Italienern und Franzosen.

Unter den deutschsprachigen Käufern lassen sich mehrere Profile unterscheiden, die sehr unterschiedliche Objekte suchen. Da sind die Feriendomizil-Käufer, die zwei bis drei Monate im Jahr vor Ort sind und Wert auf Verwaltbarkeit aus der Ferne legen — meist Apartments in gepflegten Anlagen. Dann die Auswanderer, die dauerhaft bleiben und für die Schule, Ärzte und Verkehrsanbindung schwerer wiegen als der Meerblick. Und die Kapitalanleger, für die Mietrendite und Wiederverkäuflichkeit im Vordergrund stehen.

Die Gewichtung zwischen diesen Gruppen hat sich verschoben. Leon Müller, Geschäftsführer von Leon Müller Marbella Estates in Marbella, beobachtet seit vier bis fünf Jahren einen deutlichen Zuwachs bei Käufern, die dauerhaft an die Costa del Sol ziehen wollen: „Es geht längst nicht mehr ausschließlich um ein Feriendomizil oder das klassische Überwintern." Konkret nennt er internationale Schulen für die Kinder, Remote-Arbeit und die vollständige Verlagerung des Lebensmittelpunkts.

Zugleich verliert der reine Kapitalanleger an Gewicht, nach Müllers Beobachtung vor allem wegen der strengeren Regeln bei der Ferienvermietung. Häufiger ist die Mischform: eine Immobilie, die selbst genutzt und in der übrigen Zeit vermietet wird. Die Mieteinnahmen decken dann einen Teil der Finanzierungskosten, während die Wertentwicklung als zweiter Ertrag bestehen bleibt. Wer so kauft, sollte die Lizenzfrage allerdings vor dem Kauf klären — mehr dazu im Ratgeber zur Ferienvermietung in Spanien.

Was die einzelnen Gruppen antreibt, haben wir im Beitrag Warum Deutsche in Spanien kaufen aufgeschlüsselt. Wer den dauerhaften Umzug plant, findet die rechtlichen Schritte unter Auswandern nach Spanien 2026; wer vermieten möchte, im Ratgeber zur Ferienvermietung in Spanien.

Was der Kauf über den Kaufpreis hinaus kostet

Ein Punkt, an dem sich deutschsprachige Käufer regelmäßig verrechnen: Zum Kaufpreis kommen zwischen zehn und 13 Prozent an Nebenkosten. Darin stecken Grunderwerb- oder Mehrwertsteuer, Notar, Grundbuch und in aller Regel ein eigener Anwalt. Bei einer Immobilie für 400.000 Euro sind das 40.000 bis 52.000 Euro zusätzlich — Geld, das vor dem Notartermin verfügbar sein muss.

Den vollständigen Ablauf vom ersten Besichtigungstermin bis zur Schlüsselübergabe beschreibt unser Ratgeber Immobilie in Spanien kaufen: Ablauf und Kosten. Die steuerliche Seite behandelt der Beitrag zu den Steuern beim Immobilienkauf in Spanien, die Finanzierungsfrage der Ratgeber zur Hypothek in Spanien für Deutsche und Österreicher. Ohne NIE-Nummer geht ohnehin nichts — sie sollte ganz am Anfang stehen.

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Was den Markt 2026 bremsen könnte

Bei aller Dynamik gehört die andere Seite dazu. Drei Entwicklungen sollten Käufer im Blick behalten.

Die Bezahlbarkeitsdebatte. Preissteigerungen von über 14 Prozent im Jahr treffen auch die einheimische Bevölkerung, deren Löhne nicht annähernd so schnell wachsen. In Málaga und anderen Küstenstädten ist daraus ein politisches Thema geworden. Die Abschaffung des Golden Visa im April 2025 war der erste greifbare Ausdruck davon. Weitere Eingriffe sind nicht auszuschließen, besonders im Bereich der touristischen Vermietung.

Regulierung der Ferienvermietung. Andalusien und einzelne Gemeinden haben die Vergabe von Vermietungslizenzen in den vergangenen Jahren spürbar verschärft. Wer eine Immobilie primär als Renditeobjekt kauft, sollte die Lizenzfrage vor dem Kauf klären und nicht danach — die Kalkulation steht und fällt damit.

Das knappe Angebot als zweischneidiges Schwert. Die langen Genehmigungszeiten von 15 bis 24 Monaten stützen zwar die Preise, führen aber auch dazu, dass in gefragten Lagen kaum noch Auswahl besteht. Käufer geraten dadurch unter Zeitdruck und treffen Entscheidungen schneller, als ihnen lieb ist. Wer sich diesen Druck nicht auferlegen lässt und notfalls eine Saison wartet, kauft in der Regel besser.

Ausblick: Wohin läuft der Markt?

Für 2026 rechnen Analysten an der Costa del Sol überwiegend mit Preissteigerungen zwischen fünf und neun Prozent, für Marbella konkret mit sieben bis acht Prozent. Das wäre eine Fortsetzung des Trends, allerdings in gemäßigterem Tempo als in den Rekordjahren 2024 und 2025. Die Provinz Málaga schloss 2025 mit rund 43.000 Verkäufen ab und lag damit klar über dem Landesdurchschnitt.

Die strukturellen Treiber — knappes Angebot, internationale Nachfrage, ein breites Käuferspektrum — bestehen fort. Ein abrupter Einbruch ist auf dieser Grundlage nicht wahrscheinlich. Realistischer ist eine Normalisierung: Der Markt wächst weiter, aber die zweistelligen Sprünge dürften seltener werden. Für Käufer bedeutet das weniger Hektik und mehr Verhandlungsspielraum — vor allem außerhalb der absoluten Toplagen.

Die Küstenabschnitte im Überblick

„Costa del Sol" umfasst rund 150 Kilometer Küste. Wer die Region als einen Markt behandelt, trifft zwangsläufig schlechte Entscheidungen — die Abschnitte unterscheiden sich in Preis, Charakter und Käuferschaft erheblich.

Der Westen: Sotogrande bis Marbella. Hier liegt das Premiumsegment. Sotogrande ist von Polo, Segeln und Golf geprägt und zieht traditionell britische und skandinavische Käufer an. Benahavís gilt als das kulinarische Hinterland Marbellas, mit großen Grundstücken und Blick auf die Küste. Marbella selbst bleibt der Liquiditätsanker der Region: Was hier gekauft wird, lässt sich auch wieder verkaufen. Estepona hat sich vom Geheimtipp zur eigenständigen Adresse entwickelt — moderne Strandprojekte bei einem Preisniveau, das unter Marbella liegt.

Die Mitte: Fuengirola, Benalmádena, Torremolinos. Der dichter bebaute Abschnitt mit der besten Nahverkehrsanbindung — die Vorortbahn nach Málaga und zum Flughafen fährt im Viertelstundentakt. Hier finden sich die meisten Wohnungen im mittleren Preissegment, und hier ist die Ganzjahres-Infrastruktur am stärksten. Für Käufer, die ohne Auto auskommen wollen, ist dieser Streifen oft die vernünftigste Wahl.

Málaga Stadt. Ein eigener Markt, der mit dem Küstentourismus nur teilweise zu tun hat. Museen, Universität und ein wachsender Technologiesektor haben aus der Provinzhauptstadt eine europäische Stadt gemacht, in der auch ohne Strandlage gekauft wird. Entsprechend hoch ist das Preisniveau — Details im Beitrag Immobilien Málaga Stadt.

Der Osten: Axarquía, Torrox, Nerja. Der preislich zugänglichste Abschnitt, landschaftlich der reizvollste. Bergdörfer, Subtropenanbau, weniger Bebauung. Der Kompromiss: längere Fahrzeiten zum Flughafen und eine dünnere Infrastruktur außerhalb der Saison. Für Käufer mit langem Zeithorizont und Interesse an Wertsteigerung ist das die spannendste Ecke der Küste.

Ein eigenes Segment quer über alle Abschnitte sind Golf-Immobilien — von Nueva Andalucía bis Benalmádena.

Neubau oder Bestand?

Die Frage entscheidet mehr über den Verlauf des Kaufs als die Wahl des Ortes.

Für den Neubau spricht der Zustand: moderne Dämmung, aktuelle Haustechnik, oft Gemeinschaftsanlagen mit Pool und Fitnessbereich. Wer früh in ein Projekt einsteigt, zahlt Reservierungspreise, die unter dem späteren Marktwert liegen können. Der Preisindex für neue Wohnungen stieg laut INE im vierten Quartal 2024 um 12,3 Prozent — stärker als bei Bestandsimmobilien mit 11,1 Prozent.

Dagegen spricht die Wartezeit. Zwischen Reservierung und Schlüsselübergabe liegen bei Projekten, die noch nicht im Bau sind, häufig zwei bis drei Jahre. In dieser Zeit zahlen Sie nach Baufortschritt, ohne die Immobilie nutzen oder vermieten zu können. Die Einzelheiten dazu — Zahlungsplan und die gesetzlich vorgeschriebene Bankgarantie für geleistete Anzahlungen — stehen im Beitrag Neubau in Spanien kaufen.

Für den Bestand spricht vor allem die Lage. Die besten Grundstücke in erster Meereslinie sind längst bebaut. Wer eine bestimmte Aussicht oder eine gewachsene Nachbarschaft will, findet sie fast nur im Bestand. Dazu kommt: Sie sehen, was Sie kaufen, und können sofort einziehen.

Fünf Fehler, die deutschsprachige Käufer regelmäßig machen

Erstens: nur im Sommer schauen. Die Küste im August und die Küste im Februar sind zwei verschiedene Orte. Manche Urbanisationen sind im Winter zu 80 Prozent leer, Restaurants schließen, der Strand ist windig. Wer einen Zweitwohnsitz plant, sollte mindestens einmal außerhalb der Saison vor Ort gewesen sein.

Zweitens: die Nebenkosten erst am Ende ausrechnen. Zehn bis 13 Prozent zusätzlich sind kein Kleingedrucktes, sondern ein eigener Budgetposten. Wer das Eigenkapital bis auf den letzten Euro in den Kaufpreis steckt, steht beim Notartermin schlecht da.

Drittens: den Anwalt des Verkäufers übernehmen. Ein eigener, unabhängiger Anwalt kostet typischerweise etwa ein Prozent des Kaufpreises. Er prüft Grundbuch, Baugenehmigungen, offene Gemeinschaftsabgaben und Schulden, die auf der Immobilie lasten. Das ist der günstigste Teil des gesamten Kaufs — und der, an dem am seltensten gespart werden sollte.

Viertens: die Vermietung voraussetzen. Wer die Finanzierung auf Mieteinnahmen aufbaut, muss vor dem Kauf klären, ob für die Immobilie überhaupt eine touristische Vermietungslizenz erhältlich ist. In manchen Gemeinden werden keine neuen mehr vergeben. Was dabei zu beachten ist, steht im Ratgeber zur Ferienvermietung in Spanien.

Fünftens: unter Zeitdruck entscheiden. In gefragten Lagen ist das Angebot knapp, und Makler arbeiten mit diesem Druck. Eine Immobilie, die heute weg ist, wird durch eine andere ersetzt — der Markt produziert laufend neue Objekte. Ein überstürzter Kauf dagegen begleitet Sie über Jahre.

Woher unsere Zahlen stammen

Die Marktdaten in diesem Beitrag stützen sich auf öffentlich zugängliche Quellen: Preisindizes von Idealista, die Statistiken des spanischen Statistikamts INE, Transaktionszahlen der Notarkammer sowie Prognosen von CaixaBank Research. Wo sich Werte je nach Erhebungszeitraum unterscheiden, nennen wir den Zeitraum ausdrücklich.

Wir aktualisieren diesen Überblick regelmäßig. Spanientrends ist ein unabhängiges Publishing-Projekt und kein Makler — wir verkaufen keine Immobilien und erhalten keine Provision aus Verkäufen. Werbliche Inhalte von Partnern sind als solche gekennzeichnet.

Costa del Sol im Detail: Standorte, Preise & Vergleiche

Die Costa del Sol ist kein einheitlicher Markt — jede Lage hat ihr eigenes Preisniveau und Profil. In unseren vertiefenden Analysen finden Sie die wichtigsten Standorte, aktuelle Preisdaten und direkte Marktvergleiche im Überblick.

Standorte & Lagen

Preise & Marktzahlen

Standort-Vergleiche

Fazit

Die Costa del Sol bleibt 2026 einer der attraktivsten Immobilienmärkte Europas, getragen von knappem Angebot, stabiler internationaler Nachfrage und einer Region, die Lebensqualität und Investitionspotenzial verbindet. Der Markt reift, ohne seinen Wachstumspfad zu verlassen. Für Käufer, die gut vorbereitet in den Markt eintreten, eröffnen sich nach wie vor solide Möglichkeiten, ob als Feriendomizil, Dauerwohnsitz oder Renditeobjekt. Die kommenden Monate bieten ein günstiges Fenster, bevor weiterer Preisdruck einsetzt.

Häufige Fragen zum Immobilienmarkt an der Costa del Sol

Wie stark steigen die Immobilienpreise an der Costa del Sol 2026?

Für Spanien insgesamt erwartet CaixaBank Research 2026 rund 5,7 Prozent Preisanstieg. An der Costa del Sol liegen die Prognosen höher: Analysten rechnen je nach Lage und Immobilientyp mit fünf bis neun Prozent, im Luxussegment etwa an der Goldenen Meile in Marbella oder in Sotogrande mit bis zu zehn Prozent.

Was kostet ein Quadratmeter in Marbella?

In Marbella liegt der durchschnittliche Quadratmeterpreis laut Idealista bei rund 5.200 Euro (Stand August 2025). In aufstrebenden Lagen wie Estepona oder am östlichen Küstensaum sind Bestandsimmobilien teils deutlich günstiger, bei gleichzeitig guten Wertsteigerungsaussichten.

Welche Mietrendite ist an der Costa del Sol realistisch?

In Küstenlagen werden im Schnitt sieben bis zehn Prozent Bruttorendite erzielt. Gestützt wird das durch den anhaltend starken Tourismusstrom und das strukturelle Wohnungsdefizit in Spanien, das Schätzungen zufolge rund 600.000 Einheiten umfasst.

Warum entwickelt sich die Costa del Sol besser als der spanische Durchschnitt?

Drei strukturelle Gründe. Erstens bleibt das Angebot knapp, weil Baugenehmigungen in Spanien 15 bis 24 Monate Bearbeitungszeit brauchen. Zweitens ist die internationale Nachfrage robust: Im ersten Halbjahr 2025 entfielen in der Provinz Málaga 42,9 Prozent aller Immobilienkäufe auf ausländische Käufer. Drittens ist das Käuferspektrum breit — Ferienimmobilienkäufer, dauerhafte Auswanderer und Renditeinvestoren zugleich.

Lohnt sich ein Neubau gegenüber einer Bestandsimmobilie?

Neubauprojekte haben 2025 stärker angezogen als der Bestandsmarkt: Der Preisindex für neue Wohnungen stieg laut INE im vierten Quartal 2024 um 12,3 Prozent, Bestandsimmobilien um 11,1 Prozent. Wer früh in Off-Plan-Projekte einsteigt, profitiert von Reservierungspreisen, die spätere Marktwerte teils deutlich unterschreiten.

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